Spezifikation v0.1 · offen · herstellerneutral

Häufige Fragen

Kurze Antworten. Jede Frage hat einen eigenen Link.

Was ist Home-Mandate?

Ein offener Standard, mit dem ein Haushalt festlegt, was ein KI-Agent zu Hause darf. Jeder Agent bekommt ein Mandat: eine lesbare Datei mit Regeln je Gerät und Aktion. Auf jede Anfrage gibt es eine Antwort: erlauben, nachfragen oder ablehnen. Entschieden wird von einem Wächter außerhalb des Agenten, nach festen Regeln, nie von einem Sprachmodell – und jede Entscheidung wird protokolliert. So funktioniert’s

#what
Kann ein KI-Agent in Home Assistant meine Haustür öffnen?

Nur, wenn sein Mandat es erlaubt. Aufschließen ist eine kritische Aktion: Ein einfaches Erlauben reicht nicht. Eine Regel muss es ausdrücklich nennen – sonst muss ein Mensch auf dem Handy bestätigen, und keine Antwort heißt nein. Mit Home-Mandate for Home Assistant bekommt der Agent nie einen Home-Assistant-Token und kann das Mandat deshalb nicht umgehen. Home-Mandate for Home Assistant

#door
Mit welchen KI-Assistenten funktioniert es?

Die Spezifikation ist an keinen Assistenten gebunden: Sie beschreibt, wie ein Wächter entscheidet, egal wer fragt. Home-Mandate for Home Assistant nimmt jeden Agenten an, der MCP über HTTPS spricht und sich mit OAuth 2.1 anmeldet – zum Beispiel Claude Desktop, Claude Code, claude.ai und ChatGPT. Jeder Agent bekommt ein eigenes Mandat.

#agents
Was ist anders, als Geräte für Assist freizugeben?

Eine Freigabe ist ein Ja oder Nein pro Gerät, und sie gilt für alle Assistenten zugleich. Ein Mandat gilt pro Agent: einzelne Aktionen statt ganzer Geräte, Grenzen wie höchstens 22 °C, Uhrzeiten, eine Rückfrage aufs Handy, eine Obergrenze an Aktionen pro Stunde und ein Protokoll jeder Entscheidung. Assist funktioniert weiter wie bisher. Beispiele im Alltag

#assist
Was brauche ich, um es heute zu nutzen?

Für Home Assistant: Home Assistant OS ab 2026.9 (oder Home Assistant Container), Home-Mandate for Home Assistant, die Companion-App auf den Handys, die Rückfragen beantworten sollen, und einen KI-Assistenten, der MCP spricht. Agenten außerhalb deines Heimnetzes müssen Home-Mandate über HTTPS erreichen. Es ist die erste Version. Ohne etwas zu installieren, kannst du ein Mandat im Spielplatz ausprobieren.

#today
Verlassen meine Daten das Haus?

Nicht wegen des Mandats. Geprüft wird es von einem Wächter außerhalb des Agenten – so gedacht auf einem Gerät bei dir zu Hause –, und nur eine Rückfrage geht an dein Handy. Was der Agent selbst lesen darf, nimmt er allerdings mit. Ein Mandat entscheidet also auch darüber, was er sehen darf.

#data
Was, wenn der Agent getäuscht wird?

Er kann trotzdem nur tun, was das Mandat erlaubt. Geprüft wird das Mandat außerhalb des Agenten, kein Text, den er liest, kann es also ändern. Kritische Aktionen wie Tür aufschließen oder Alarmanlage ausschalten brauchen immer eine ausdrückliche Regel oder einen Menschen, und jeder Versuch wird protokolliert. Warum Mandate

#tricked
Muss ich etwas kaufen?

Nein. Die Home-Mandate-Spezifikation ist frei und offen. „Home-Mandate for Home Assistant“ ist eine Umsetzung davon; jedes andere Produkt und Open-Source-Projekt kann sie ebenso umsetzen.

#product
Wem gehört die Spezifikation?

Keiner Firma. Der Text steht unter CC BY 4.0, der Code unter Apache 2.0, Änderungen werden öffentlich besprochen.

#owner
Was passiert, wenn ich eine Rückfrage nicht beantworte?

Nach Ablauf der Frist – zum Beispiel zwei Minuten – gilt die Anfrage als abgelehnt, und nichts passiert. Die Frist steht im Mandat, du entscheidest also, wie lange dein Zuhause wartet. Rückfrage und fehlende Antwort werden beide protokolliert.

#no-answer
Wie hängt das mit Matter oder Home Assistant zusammen?

Die Spezifikation sitzt darüber: Sie entscheidet, ob ein Befehl überhaupt gesendet werden darf. Matter, Home Assistant oder eine andere Plattform stellen ihn dann zu. Für Home Assistant gibt es bereits eine Umsetzung: Home-Mandate for Home Assistant.

#matter
Reicht nicht die App meines Smart Homes?

Sie ist für Menschen gebaut, denen du vertraust. Ein Mandat gibt jedem Agenten eigene Grenzen: einzelne Aktionen, Höchstwerte, Uhrzeiten, eine Rückfrage aufs Handy und ein Protokoll. Beispiele im Alltag

#app
Kann ich ein Mandat erst ausprobieren, bevor es etwas sperrt?

Ja, im Probebetrieb. Was die Regeln des Mandats ablehnen würden, wird trotzdem ausgeführt und im Protokoll als „nicht durchgesetzt“ vermerkt. So siehst du, was du noch anpassen musst. Rückfragen gelten weiter: Lehnst du ab, passiert nichts. Kritische Aktionen wie Tür entriegeln bleiben gesperrt. Wirksam wird der Probebetrieb erst, wenn jemand aus dem Haushalt genau diese Version bestätigt.

#trial